Vorgestellt:

Wille, Arthur Thomas

Wille wurde am 22. Februar 1954 in der Goethe- (auf bewaldetem Gipfel oberhalb der Stadt entstand „Wanderers Nachtlied“) und heutigen Universitätsstadt Ilmenau, damals SBZ, bzw. „DDR“, geboren. Den Besuch eines Kindergartens der jungen Pioniere verweigerte er. („In diesem Kindergartenraum war keinerlei Wahrheit vorhanden, sondern Gruppenverhalten und ein gewisses Maß unaufrichtiger Pädagogik.“ Was so von Andreas Maier formuliert wurde, könnte auch von Arthur Thomas Wille stammen.)

1972, als die Einberufung in die NVA droht, Flucht als blinder Passagier eines Viehwaggons in den Westen. Er lässt sich nach einer Lehre als Buchhändler und einem anschließenden Studium der Philosophie, Linguistik und Ungaristik (zwei Auslandsemester im ostungarischen Debrecen) zunächst in Süddeutschland nieder.

Seitdem arbeitet Wille als Philosoph, Informationstheoretiker („Die Frage lautet schlicht, warum wer was wo wie wissen kann.“) und Übersetzer, hat Lehraufträge an den Universitäten Jena und Leipzig; zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Kongress-Publikationen sind im Lauf der Jahre entstanden. Zentrales Thema seines Denkens und Schreibens ist immer wieder die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen der Dinge, also letztlich auch dem Ding an sich. Gerüchteweise heißt es seit Jahren, ein Opus Magnum sei in Vorbereitung. Man darf gespannt sein, ob es sich dabei um ein eher literarisches oder philosophisches Werk handeln wird. Wobei man von Wille durchaus auch eine gelungene Synthese erwarten kann.

Wille ist Präsident der Goethe-Stiftung, Ilmenau. Er ist ein großer Theater-, Opern- (Abonnent des südthüringischen Staatstheater Meiningen) und Fußballfreund; seit Jahrzehnten Anhänger des VFL Bochum und quasi a priori des Landesligisten SV Germania Ilmenau (aktuell Tabellenvierzehnter der Thüringenliga). Er lebt heute mit seiner Familie in Weimar und im Westallgäu.