Wille und Mich in Leipzig

Der Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Büchersammler, Thomas-Mann- und Wieland-Experte Elias Kien hinterlässt eine umfangreiche Bibliothek und ein aus Originalmanuskripten, Tagebüchern und Dokumenten bestehendes, in Jahrzehnten stetig angewachsenes Archiv. Mit der Sichtung der Bestände und der Entscheidung über deren weiteren Verbleib, hatte Kien bereits im letzten Jahr den u. a. in Leipzig als Dozent tätigen Wissenschaftler Arthur Thomas Wille beauftragt und sich damit einverstanden erklärt, dass dieser die sachkundige Unterstützung des Bibliothekars B. E. Mich in Anspruch nimmt. Die Wohnung des Verstorbenen in einer Vorstadtstraße der traditionsreichen mitteldeutschen Buchhandels-, Verlags- und Messe-Stadt und die darin befindlichen wertvollen Bestände werden übergangsweise von der Haushälterin Therese betreut und beaufsichtigt.

B. E. Mich war, von Wellington kommend, in München gelandet und gleich an seinen Hauptwohnsitz Weißenhorn bei Neu-Ulm weitergereist, wo ihn alsbald der Anruf des Freundes aus Sachsen erreichte. In seinen Taschen klimperten noch die Münzen der Neuseeland-Dollars; er nahm sich gar nicht erst die Zeit diese in Euro oder die neue UAISPL-Währung Uzel, von deren Existenz er erst bei seiner Ankunft erfahren hatte, umzutauschen.

Mich packte seine Koffer neu, teilte R. Eferenz Werk in Raisting mit, dass sich das geplante Gespräch über das BIZ der UAISPL noch etwas verzögern würde und fuhr, nachdem er sich eine Nacht für erholsamen Schlaf und die notwendige Aklimatisation gegönnt hatte, über Neu-Ulm und Augsburg nach Leipzig, wo er ohne Verspätung am Hauptbahnhof ankam und von Arthur Thomas Wille abgeholt wurde. Wie lange die Sichtungsarbeiten am Kien-Nachlass dauern werden ist derzeit noch nicht absehbar. Die beiden wohnen während dieser Zeit in einer ZweiRaumWohnung im Gästehaus der Universität.