Vorgestellt

Werk, R. Eferenz

Werk wurde 1958 in Neu-Ulm geboren. Kenner der reizlosen Mittelstadt im bayerischen Grenzgebiet zu Baden-Württemberg wissen, dass Neu-Ulm nicht nur an der Donau, sondern auch am – grünen Auwald durchfliesenden – Warmwässerle liegt. In der dortigen Oststadt besuchte der kleine Eferenz die Kindergarten-Gruppe der damals in der ganzen Stadt sehr bekannten und beliebten „Tante Anni“; zeitgleich übrigens mit einem phantasiebegabten, zu burlesken Scherzen neigenden Knaben namens Harald, mit dem er bis heute einen zwar losen, aber durchaus zeitweise tiefgründigen Gedankenaustausch pflegt.

Er arbeitete als Publizist, Fachjournalist und Dozent an der Freisinger Forschungsstätte „Serenus Zeitblom“ und ist der Autor von „Per Anhalter durch das bibliographische Universum“. Darin schildert Werk die Exkursionen und Impressionen von B. E. Mich auf dessen Erkundungen in Bibliotheken und Informationseinrichtungen aller Erd-Reiche und Welt-Alle; einem der wenigen Bücher mit einer solch exotischen Thematik, das es – wenn auch in bescheidenem Maßstab – weltweit zu beachtlicher Auflage brachte.

Werk und B. E. Mich sind nicht nur Kollegen, sondern seit Jahren auch befreundet. Die beiden haben sich in der Protestbewegung gegen den Unterausschuss des US-Amerikanischen Senats „für Kontrolle und Überwachung öffentlicher Bibliotheken (Committee for the Control and Monitoring of Public Libraries)“ kennen und schätzen gelernt. Auf einer Demonstration vor dem Heidelberger Amerikahaus fanden sie sich – die Arme untergehakt – in geschlossener Reihe, vor ihnen Heinrich Böll, neben ihnen Walter Jens, zusammen mit Dieter Hemminger, dem Studentenpfarrer der badischen Landeskirche, rhythmische Slogans skandierend.

Seit 2009 ist Werk zunächst Aufsichtsratsmitglied, dann Rektor – und damit einer der wichtigsten Wegbereiter und Ideengeber – der Raistinger University of Applied Information Sciences and Public Librarianship (UAISPL).

Eferenz ist gerne in der freien Natur, wandert durch Oberbayern, durchschwimmt die Seen des Voralpenlandes und paddelt mit seinem Kunstfaser-Boot in heimischer Umgebung auf Lauter und Riß, dortselbst immer wieder vorbei an Wielands Gartenhaus, Biberacher Vorort-Villen und Walsers Archiv.